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Guardian: Stirbt das Völkerrecht? Krise der Durchsetzung

By Staff
Guardian: Stirbt das Völkerrecht? Krise der Durchsetzung
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Ein Artikel des Guardian mit dem Titel „Stirbt das Völkerrecht?“ analysiert die wachsende Krise im Völkerrecht und hebt die Frustration von Juristen und Staatsbeamten aufgrund der Unfähigkeit internationaler Institutionen hervor, ihre Regeln durchzusetzen.

Diese Frustration wird durch den Fall von Ahmad Irfan Aslam, dem ehemaligen Minister Pakistans, veranschaulicht, der Bedenken hinsichtlich der Situation in Kaschmir und des möglichen Zusammenbruchs des Wasserabkommens zwischen Indien und Pakistan äußerte. Er argumentiert, dass Institutionen wie der Internationale Gerichtshof und der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) auf dem „guten Glauben“ der Staaten beruhen, der inzwischen geschwächt wurde.

Der Rückzug der USA aus multilateralen Institutionen, die Untergrabung des IStGH durch Sanktionen und die einseitigen Aktionen von Ländern wie Israel und Russland haben dazu geführt, dass internationale Regeln missachtet oder willkürlich interpretiert werden. Viele argumentieren, dass das Völkerrecht instrumentalisiert wird, um Verstöße zu rechtfertigen.

Der IStGH hat trotz der Erwartungen in 23 Jahren nur 11 Verurteilungen erreicht, alle wegen Verbrechen in Afrika, was zu Vorwürfen der Voreingenommenheit geführt hat. Die selektive Durchsetzung hat dazu geführt, dass viele Staaten seine Gerichtsbarkeit in Frage stellen.

Experten wie die Professoren Tladi und Hakimi betonen, dass das Problem im politischen Willen der Staaten liegt und nicht im Gesetz selbst. Der palästinensische Anwalt Raji Sourani argumentiert, dass das Scheitern in der mangelnden Bereitschaft der Mächtigen liegt, die Regeln durchzusetzen.

Der Klimawandel könnte eine Gelegenheit bieten, das Völkerrecht zu erneuern, da sich viele Länder an den IGH wenden, um rechtliche Antworten auf Umweltprobleme zu erhalten.