Jerusalem Post: Zweifel an den Beziehungen zwischen Ägypten und Israel

Ein israelischer Analyst in der Jerusalem Post stellt die Absichten Ägyptens gegenüber Israel in Frage und hebt potenzielle Risiken von der Sinai-Halbinsel hervor. Trotz strategischer wirtschaftlicher Zusammenarbeit und einer scheinbaren Abkehr von pro-palästinensischer Politik scheint die ägyptische Verteidigungsdoktrin Israel weiterhin als potenziellen Gegner zu betrachten.
Der Diplomat David Ben Basat äußerte Bedenken hinsichtlich des Al-Tariq-Podcasts, in dem ein ehemaliger ägyptischer Pilot erklärte, dass Gaza von Ägypten genutzt wird, um kontinuierlichen Druck auf Israel auszuüben. Basat argumentiert, dass Ägypten nicht versucht, das Gaza-Problem zu lösen, sondern es als strategisches Werkzeug zur Aufrechterhaltung des israelisch-palästinensischen Konflikts einsetzt.
Trotz der Beschränkungen der militärischen Präsenz im Sinai durch den Friedensvertrag von 1979 hat Ägypten in dem Gebiet erhebliche Waffen stationiert, insbesondere nach der Zunahme der Aktivitäten des Islamischen Staates. Basat glaubt, dass dieser militärische Aufbau eine strategische Karte gegen Israel ist, was auf eine Kluft zwischen offiziellem 'Frieden' und tatsächlicher Mentalität hindeutet.
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind ebenfalls komplex. Ägypten ist auf israelisches Erdgas angewiesen, was ein Paradoxon সৃষ্টি, dass Ägypten Israel zwar wirtschaftlich benötigt, gleichzeitig aber Maßnahmen ergreift, um es schwach zu halten. Diese 'Doppelstrategie' ermöglicht es Ägypten, seine Interessen an beiden Fronten zu fördern.
Basat kommt zu dem Schluss, dass Israel seine Position zum Frieden mit Ägypten überdenken muss, da die Zusammenarbeit in den Bereichen Geheimdienste und Wirtschaft keine Veränderung des Verteidigungsdenkens Kairos garantiert. Ägypten behält eine Haltung des Misstrauens und der Feindseligkeit bei und nutzt Gaza als Instrument im regionalen Kräfteverhältnis.