Kolumbien: 1,7-Milliarden-Dollar-Programm für Drohnen-'Schild'

Die kolumbianische Regierung hat den Start eines 1,68 Milliarden Dollar schweren Rüstungsprogramms angekündigt, um einen 'Schild' gegen Drohnen zu erwerben. Ziel ist es, die Sicherheitskräfte vor unbemannten Luftfahrzeugen bewaffneter Gruppen zu schützen.
Kolumbien ist seit über sechs Jahrzehnten in einen Bürgerkrieg verwickelt, an dem Armee, Polizei, linksextreme Guerillas, rechtsextreme paramilitärische Gruppen und Drogenkartelle beteiligt sind. Verteidigungsminister Pedro Sánchez erklärte, Kolumbien leite eine 'kühne Strategie' für die nationale Sicherheit ein.
Die erste Phase des Plans hat ein Budget von 271,1 Millionen Dollar. Zwischen 2024 und 2025 wurden 264 Drohnenangriffe registriert, hauptsächlich in Gebieten mit Koka-Anbau. Die Angriffe wurden der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) und FARC-Dissidenten zugeschrieben. Von 2024 bis 2025 wurden 15 Soldaten getötet und 153 verwundet.
Im November unterzeichnete Kolumbien einen Vertrag über 3,1 Milliarden Euro mit Saab, um 17 Gripen-Kampfflugzeuge zu erwerben.