UN-Debatte über Nord-Stream-Explosionen: Russland fordert beschleunigte Untersuchung

Auf Antrag Russlands fand eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee statt.
Russland fordert eine Beschleunigung der Untersuchung, unter Berufung auf die Verhaftung von Sergei K. und prangert Verzögerungen und mangelnde Transparenz bei den deutschen Ermittlungen an. Dänemark, Deutschland und Schweden wiesen die russischen Behauptungen zurück.
Der stellvertretende Ständige Vertreter Griechenlands, Ioannis Stamatelos, verurteilte Angriffe auf die Energieinfrastruktur und drückte seine Unterstützung für die deutschen Ermittlungen aus.
Der stellvertretende Generalsekretär Miroslav Jenča betonte, dass sich die UN auf öffentliche Informationen stützt, und forderte die Mitgliedstaaten auf, Politisierung und Spekulationen zu vermeiden.
Eine Untersuchung des UNEP ergab, dass durch die Lecks 445.000 bis 485.000 Tonnen Methan freigesetzt wurden.
Dänemark brachte sein Vertrauen in die deutschen Behörden zum Ausdruck und erinnerte daran, dass sich eine Explosion innerhalb der dänischen AWZ ereignete.
Die USA brachten ihr Vertrauen in den unabhängigen Gerichtsprozess in Deutschland zum Ausdruck und forderten auf, sich auf die Beendigung des Krieges in der Ukraine zu konzentrieren.
Dmitry Polyanskiy, stellvertretender Ständiger Vertreter Russlands, stellte die Version von Amateurtauchern in Frage.