Iran-Europa-Treffen in Istanbul zum Atomprogramm

Delegationen aus Iran und der E3-Gruppe (Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich) werden voraussichtlich heute in Istanbul die diplomatischen Gespräche wieder aufnehmen. Das Treffen soll um 08:30 Uhr zyprischer Zeit im iranischen Konsulat auf der Ebene der stellvertretenden Außenminister beginnen.
Die Verhandlungen betreffen das iranische Atomprogramm nach dem Konflikt zwischen Israel und Iran. Die E3 will den Druck auf Teheran erhöhen und warnt vor der Aktivierung des Snapback-Mechanismus zur Wiedereinsetzung von UN-Sanktionen, falls es keine Fortschritte gibt.
Das Wiener Abkommen von 2015 (JCPOA) läuft Mitte Oktober aus. Die Europäer fordern, dass UN-Inspekteure wieder Zugang zu Atomanlagen erhalten und dass Klarheit über das Schicksal von etwa 400 Kilogramm auf 60 % angereichertem Uran nach den US-Bombardierungen im Juni herrscht.
Teheran beendete die Inspektionen durch die IAEO nach dem Krieg und beschuldigte die Organisation „böswilliger Absichten“.