Rechtmäßigkeit der Verhaftung Maduros durch die USA: Internationales und US-Recht

Die mögliche Verhaftung von Nicolás Maduro durch die USA und sein Prozess auf amerikanischem Boden wegen Anklagen im Zusammenhang mit Terrorismus, Drogen und Waffen hat rechtliche Fragen hinsichtlich der Rechtmäßigkeit einer solchen Operation sowohl nach US-amerikanischem als auch nach internationalem Recht aufgeworfen.
Auf nationaler Ebene liegt die Befugnis, den Krieg zu erklären, beim Kongress. Marco Rubio räumte ein, dass der Kongress im Vorfeld nicht über eine solche Operation informiert worden war. Dennoch ist der US-Präsident Oberbefehlshaber, und historisch haben Regierungen beider Parteien begrenzte Militäraktionen im nationalen Interesse gerechtfertigt.
Auf völkerrechtlicher Ebene ist der Einsatz von Gewalt verboten, es sei denn, er wird vom UN-Sicherheitsrat genehmigt oder dient der Selbstverteidigung. Rechtsexperten wie Matthew Waxman von der Columbia University weisen darauf hin, dass Drogenhandel keine militärische Intervention rechtfertigt, um eine ausländische Regierung zu stürzen.
Es gibt Präzedenzfälle für US-amerikanische Verhaftungen in fremden Ländern, in der Regel mit Zustimmung. Ein Beispiel ist die Verhaftung von General Manuel Noriega in Panama im Jahr 1989.
Experten gehen davon aus, dass selbst wenn die Operation als illegal eingestuft wird, die Rechenschaftspflicht der USA aufgrund des Fehlens internationaler Durchsetzungsmechanismen schwierig ist, wie Jeremy Paul kommentierte.