USA erwägen vollständiges Ölembargo gegen Kuba

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut Politico die Verhängung eines vollständigen Seeembargos auf Ölimporte nach Kuba. Ziel ist es, Druck auf das Regime in Havanna auszuüben.
Obwohl noch keine Entscheidung getroffen wurde, unterstützt Außenminister Marco Rubio eine solche Eskalation. Mexiko prüft unterdessen, ob es weiterhin Öl nach Kuba liefern soll, da es Vergeltungsmaßnahmen der USA befürchtet.
Die Blockade von Tankern in Venezuela im Dezember führte dazu, dass die Öllieferungen nach Kuba eingestellt wurden, wodurch Mexiko zum größten Lieferanten wurde. Donald Trump behauptete, Kuba sei „bereit zu fallen“ und es werde kein Öl oder Geld mehr geschickt.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärt, dass ihr Land die Lieferungen fortsetzen werde, aber hochrangige Quellen sagen, dass diese Politik überprüft werde. Mexiko versucht, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (USMCA) neu zu verhandeln.
Die kubanische Regierung reagierte nicht auf die Bitte um einen Kommentar. Regierungsquellen in Mexiko glauben, dass die Unterbrechung der Versorgung Kubas eine humanitäre Katastrophe und Massenmigration verursachen wird.
Im vergangenen Jahr lieferte Mexiko täglich 17.200 Barrel Rohöl und 2.000 Barrel Erdölprodukte nach Kuba.