UN: Besorgnis über die sich verschlechternde Lage im Südsudan

Der UN-Sicherheitsrat hat seine Besorgnis über die sich verschlechternde Lage im Südsudan zum Ausdruck gebracht. Der amtierende Untergeneralsekretär für Friedenseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, warnte, dass sich die Entwicklungen in dem Land in eine "negative und potenziell gefährliche Richtung" bewegen.
Er verwies auf zunehmende Verstöße gegen den Waffenstillstand, ausgedehnte Luftangriffe und Zusammenstöße zwischen den Unterzeichnern des Friedensabkommens. Darüber hinaus haben die "einseitige Absetzung von Oppositionsvertretern" und die Inhaftierung des Ersten Vizepräsidenten Riek Machar das politische Klima verschlechtert.
Herr Lacroix betonte, dass das revitalisierte Friedensabkommen nach wie vor den einzigen Rahmen für Frieden und Stabilität darstellt. Er wies auch auf die humanitäre Krise hin, in der 7,5 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit und über eine Million von Überschwemmungen vertrieben werden, sowie 1,2 Millionen Flüchtlinge aus dem Sudan.
Die Exekutivdirektorin von UN Women, Sima Bahous, betonte, dass Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark von Armut, Klimakrise und Gewalt betroffen sind, wobei 2,7 Millionen Menschen von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht sind.
Die UNMISS ist mit einer Finanzkrise konfrontiert, die trotz ihrer Arbeit für die Stabilität des Landes zur Schließung von Büros und zum Personalabbau führt.
Quelle: ΑΠΕ-ΜΠΕ