UN: Neue Kontroverse um Untersuchung der Nord-Stream-Explosionen

Der UN-Sicherheitsrat trat auf Antrag Russlands zusammen, um die Entwicklungen bei der Untersuchung der Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee (26. September 2022) zu erörtern.
Deutschland gab die Festnahme von Serhiy K. bekannt, einem ukrainischen Verdächtigen, der die Explosionen koordiniert haben soll und in Italien festgenommen wurde. Russland wirft den deutschen Ermittlungen Verzögerungen und mangelnde Transparenz vor, Vorwürfe, die von Dänemark, Deutschland und Schweden zurückgewiesen wurden.
Miroslav Jenča, stellvertretender UN-Generalsekretär, betonte, dass sich die UN auf öffentliche Informationen stützt und widersprüchliche Behauptungen nicht bestätigen kann. Eine UNEP-Untersuchung ergab, dass durch die Lecks 445.000 bis 485.000 Tonnen Methan freigesetzt wurden.
Ioannis Stamatekos, stellvertretender Ständiger Vertreter Griechenlands, verurteilte Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur und sprach seine Unterstützung für die deutsche Untersuchung aus. Dänemark sprach den deutschen Behörden sein Vertrauen aus und wies russische Behauptungen der Geheimhaltung zurück.
Die USA brachten ihr Vertrauen in den deutschen Gerichtsprozess zum Ausdruck und forderten, sich auf die Beendigung des Krieges in der Ukraine zu konzentrieren. Dmitry Polyanskiy, stellvertretender Ständiger Vertreter Russlands, stellte die Version von Amateurtauchern in Frage.