Ukraine: Drohnen verändern Grabenkrieg und schaffen eine 'Todeszone'

Laut einem Bericht von Politico hat der Einsatz von Drohnen in der Ukraine die Kriegsführung verändert und eine 'Todeszone' von bis zu 20 Kilometern geschaffen, in der Bewegung und Nachschub extrem gefährlich sind.
Drohnen werden für Aufklärung, Kamikaze-Angriffe und die ferngesteuerte Verminung von Straßen eingesetzt. Anti-Drohnen-Systeme versuchen, Drohnen und ihre Bediener zu lokalisieren und zu neutralisieren.
Oberst Pavlo Palisa erklärte, dass es sich jetzt um einen 'Drohnen-gegen-Drohnen-Krieg' handelt, in dem Angriffe und Hinterhalte an der Tagesordnung sind.
Seit 2022 haben sich Drohnen rasant entwickelt. Große Grabensysteme wurden durch kleine Punkte ersetzt, wobei Drohnen die Munitionslücke füllen. Russische Streitkräfte setzen kleinere Gruppen ein, um einer Entdeckung zu entgehen.
Das Fehlen fester Linien schafft eine 'tiefe Grauzone', in der russische Teams infiltrieren und verborgen bleiben. Wetterbedingungen wie Nebel erschweren die Erkennung von Drohnen.
Der Einsatz von Drohnen hat die Versorgung und Evakuierung von Verletzten gefährlich gemacht, wobei Soldaten gezwungen sind, lange Strecken zu Fuß zurückzulegen. Medizinische Punkte werden von der Front weg verlegt, während 'Videomedizin' zur Bereitstellung von Anweisungen eingesetzt wird.
Mykola Bielieskov wies auf das Fehlen einer Doktrin zur Bewältigung der neuen Herausforderungen hin und betonte, dass dies das Geheimnis des langsamen russischen Vormarsches sei.