Risse in der OVKS: Russlands Militärbündnis schwächelt

Armenien scheint sich von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), dem von Russland geführten Militärbündnis, zu distanzieren. Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan erklärte, es sei 'wahrscheinlicher, dass Armenien sich aus der OVKS zurückzieht, als dass es zur Aktivität zurückkehrt'.
Armenien hat seine Teilnahme an der Organisation bereits seit Februar 2024 'eingefroren' und wirft der OVKS vor, es nicht gegen Angriffe aus Aserbaidschan verteidigt zu haben.
Aserbaidschan und Georgien zogen sich 1999 zurück, während Usbekistan sich 2012 zurückzog. Kasachstan hat sich nach der Invasion in der Ukraine von Moskau distanziert. Belarus unterhält zwar enge Beziehungen zu Russland, hat sich aber geweigert, Truppen in die Ukraine zu schicken. Kirgisistan sagte eine OVKS-Militärübung ab, während Tadschikistan keine Truppen in die Ukraine schickte.
Die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der OVKS zeigt die Schwächung des Moskauer Einflusses im postsowjetischen Raum.