Russland stuft Deutsche Welle als 'unerwünschte Organisation' ein

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat die Deutsche Welle als 'unerwünschte Organisation' eingestuft. Diese Entscheidung folgt einem Aufruf der Duma bereits im August 2024.
DW-Intendantin Barbara Massing erklärte, die russische Haltung werde den Sender nicht abschrecken. Laut russischen Medienberichten begeht jeder, der in Russland mit 'unerwünschten Organisationen' zusammenarbeitet, eine Straftat und muss mit Gefängnis rechnen.
Frau Massing fügte hinzu, dass der russischsprachige Dienst der DW trotz Zensur heute mehr Mitarbeiter habe als je zuvor. Sie werden weiterhin unabhängig über den Krieg in der Ukraine und andere Themen berichten.
Die DW ist in Russland seit 2022 als 'ausländischer Agent' eingestuft. In der Vergangenheit wurde der DW die Ausstrahlung von Nachrichten untersagt, ihr Studio in Moskau musste geräumt werden und der Zugang zu ihrer Website wurde gesperrt.
Zu den Medien, die als 'unerwünschte Organisationen' eingestuft werden, gehören Radio Free Europe/Radio Liberty, Bellingcat, CORRECTIV, Reporter ohne Grenzen und TV Rain.
Die DW in Russland nutzt digitale Plattformen, den Tor-Browser, VPN-Zugang und die DW-App, um die Zensur zu umgehen.