Silicon Valley und Trumps Grönland-Pläne
Forscher verbinden Donald Trumps expansionistische Pläne für Grönland mit den Interessen des Silicon Valley und der Tech-Milliardäre.
Laut Pavel Devyatkin vom Arctic Institute sehen Milliardäre wie Peter Thiel und Elon Musk Grönland als Quelle für seltene Erden und als Feld für liberale Wirtschaftsexperimente, wobei sie sich "Freiheitsstädte" ohne demokratische Kontrolle und Umweltgesetze wünschen.
Ken Howery, Trumps ehemaliger Botschafter in Dänemark, soll in Gespräche zur Schaffung dieser Niedrigregulierungszonen involviert sein.
Devyatkin weist auf einen Interessenkonflikt zwischen dem nationalen Sicherheitsestablishment, das staatliche Kontrolle will, und den Milliardären hin, die eine Deregulierung anstreben. Beide Seiten ignorieren die Souveränität Grönlands und die Rechte der indigenen Bevölkerung.
Die indigenen Inuit, die 89 % der 56.000 Einwohner Grönlands ausmachen, lehnen die Integration in die Vereinigten Staaten weitgehend ab.
Das Weiße Haus verfolgt einen Compact of Free Association (COFA), aber dies würde zunächst die Abspaltung Grönlands von Dänemark erfordern.