SIPRI: Globale Waffenexporte steigen, Nachfrage in Europa steigt stark

Laut einem Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) sind die globalen Waffenströme in den letzten fünf Jahren um fast 10 % gestiegen. Europa hat seine Importe mehr als verdreifacht, hauptsächlich aufgrund von Waffenkäufen für die Ukraine und der Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten gegen Russland.
Auf Europa entfallen 33 % der globalen Waffenimporte, ein Anstieg von 210 %. Fast die Hälfte der Importe (48 %) stammen aus den USA, die mit 42 % des Gesamtvolumens den Waffenexport dominieren.
Frankreich ist der zweitgrößte Waffenexporteur, während Deutschland China überholte und den vierten Platz belegte. Die russischen Waffenexporte sanken um 64 %, wobei ihr Anteil an den globalen Exporten auf 6,8 % schrumpfte.
Der Rückgang der russischen Exporte ist auf den vermehrten Einsatz von Ausrüstung im Krieg in der Ukraine und den Druck der USA und der EU auf Drittländer zurückzuführen, keine Waffen aus Russland zu kaufen. China und Indien sind bestrebt, heimische Verteidigungstechnologie zu entwickeln.