Sudan: Zehn Tote bei Drohnenangriff auf Markt in Darfur

Bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der Stadt Al Malha im Sudan sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Nach Angaben des Rapid Response Core verursachte der Vorfall ein Feuer in Geschäftsgebäuden.
Die Zone Nord-Darfur steht seit März unter der Kontrolle der Rapid Support Forces (RSF). Weder die Armee noch die RSF haben sich zu dem Vorfall geäußert.
Ärzte ohne Grenzen hat vor einer Masernepidemie in Darfur gewarnt, wobei seit September mehr als 1.300 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die UN hat vor möglichen Gräueltaten in Kordofan gewarnt, wo die RSF ihre Operationen konzentriert haben.
Humanitäre Organisationen haben ihr Personal aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitsbedingungen aus Kadugli evakuiert. Die UN bestätigte im November eine Hungersnot in der Stadt.
Das Land ist in Zonen unterteilt, die von der Armee und den RSF kontrolliert werden. Darfur wird vollständig von den Paramilitärs kontrolliert.