Maduros Verhaftung: Eine Botschaft an Peking und Teheran

Donald Trumps Ankündigung bezüglich der Verhaftung von Nicolás Maduro sendet eine Botschaft nicht nur an das Regime in Caracas, sondern auch an Chinas Energie- und Handelsplanung.
Die US-Operation in Venezuela trifft Chinas wirtschaftlichen Kern, seine Energiesicherheit, Raffineriekosten und die Zuverlässigkeit chinesischer Handelsnetze. Das US-Finanzministerium zielt auf Netzwerke ab, die Venezuela bei der Umgehung von Sanktionen helfen, und rückt China in den Fokus.
Reuters beschreibt Tanker, die auf Venezuela-China-Routen für Rückzahlungen und Swap-Vereinbarungen eingesetzt werden. Mit Maduros Abgang ist keine Vereinbarung mit seiner Unterschrift gültig.
Seit 2020 beliefert venezolanisches Rohöl Asien, insbesondere China, aufgrund von Sanktionen und dem Ausschluss von westlichen Märkten. Ein Teil der Ströme funktioniert als Handel und ein Teil als Bezahlung in Öl für Dienstleistungen und Schuldendienstleistungen an China.
Die Operation birgt politisches und operationelles Risiko. Wenn Trump nur Maduro bestrafen wollte, hätte traditioneller Druck ausgereicht. Die Eskalation zur Verhaftung sendet eine Botschaft an Venezuela ('keine Normalität') und an China ('kein sicherer Kanal').
US-Maßnahmen wirken sich bereits auf die venezolanischen Ölexporte aus und ziehen die Schlinge um Chinas Angebot und Kosten enger.
Venezuela verfügt über die größten Ölreserven der Welt, aber Produktion und Exporte sind von Unterinvestitionen, Managementproblemen und Sanktionen betroffen.