Syrien: Untersuchungen zu nicht deklarierten Chemiewaffenaktivitäten werden fortgesetzt

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wurde über laufende Untersuchungen zu nicht deklarierten Chemiewaffenaktivitäten in Syrien informiert. Der Vertreter des UN-Büros für Abrüstungsfragen, Adedeji Ebo, betonte, dass weiterhin ernsthafte Fragen hinsichtlich der Vollständigkeit der Erklärungen der vorherigen Regierung an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) bestehen.
Seit 2014 konnte das Technische Sekretariat der OPCW die Richtigkeit und Vollständigkeit der von der vorherigen Regierung abgegebenen Erklärung aufgrund unzureichender und ungenauer Informationen nicht bestätigen. Die Behörde äußerte ernsthafte Bedenken hinsichtlich großer Mengen potenziell nicht deklarierter oder nicht verifizierter chemischer Kampfstoffe und Munition.
Zusätzlich zu den 26 deklarierten Einrichtungen im Zusammenhang mit chemischen Waffen gibt es Hinweise darauf, dass mehr als 100 weitere Einrichtungen an verwandten Aktivitäten beteiligt gewesen sein könnten. Die neue syrische Regierung kooperiert mit der OPCW, um das volle Ausmaß des Programms zu klären. Seit März 2025 wurden mehr als zwanzig Standorte besucht und 19 Proben entnommen.
Die Ständige Vertreterin Griechenlands, Botschafterin Ag. Balta, bekräftigte die Unterstützung Griechenlands für die Souveränität und territoriale Integrität Syriens sowie die Notwendigkeit eines umfassenden politischen Übergangs. Sie äußerte sich auch zufrieden über die Zusammenarbeit zwischen der OPCW und den syrischen Behörden.