UN-Debatte über Untersuchung der Nord-Stream-Explosionen

Der UN-Sicherheitsrat trat auf Antrag Russlands zusammen, um die Entwicklungen bei den Ermittlungen zu den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee am 26. September 2022 zu erörtern.
Der deutsche Generalbundesanwalt gab am 21. August 2025 die Festnahme eines ukrainischen Mannes bekannt, der verdächtigt wird, die Explosionen koordiniert zu haben. Der Mann, bekannt als 'Serhii K.', wurde in Italien mit einem europäischen Haftbefehl festgenommen. Deutschland behauptet, er sei Teil eines Teams gewesen, das die Sprengsätze platziert hat.
Russland beruft sich auf die Verhaftung von Serhii K. und spricht von Verzögerungen und mangelnder Transparenz bei den deutschen Ermittlungen. Dänemark, Deutschland und Schweden wiesen die russischen Vorwürfe der Undurchsichtigkeit zurück und bekräftigten, dass die Ermittlungen unparteiisch und unabhängig seien.
Der stellvertretende Ständige Vertreter Griechenlands, Ioannis Stamatelos, verurteilte die Angriffe auf Zivilisten und die Energieinfrastruktur und betonte, dass der Rat nicht das geeignete Forum für die Erörterung interner Rechtsfragen sei.
Dänemark sprach den deutschen Behörden sein Vertrauen aus und erinnerte daran, dass sich eine der Explosionen innerhalb der dänischen AWZ ereignet habe, was zu einer gesonderten nationalen Untersuchung geführt habe.
Die USA brachten ihr volles Vertrauen in das unabhängige Gerichtsverfahren in Deutschland zum Ausdruck.
Der stellvertretende Ständige Vertreter Russlands, Dmitry Polyanskiy, stellte die Version von Amateurtauchern und die mangelnde Rechenschaftspflicht in dem Fall in Frage.
Der UN-Sicherheitsrat hat sich seit 2022 mehrfach mit der Nord-Stream-Frage befasst.
Quelle: Zyprische Nachrichtenagentur