Türkischer Journalist nach Kommentar zum Treffen Trump-Erdogan gefeuert

Der türkische Sender NTV hat seinen Washingtoner Korrespondenten Hüseyin Günay gefeuert, nachdem ein Video aufgetaucht war, in dem er sich scharf über das Treffen zwischen Trump und Erdogan äußerte. Das von einem regierungsnahen Medium durchgesickerte Video löste in Ankara Reaktionen aus.
In dem Video kommentierte Günay die Haltung des türkischen Außenministers Hakan Fidan in der Frage des Triebwerks für den im Inland produzierten KAAN-Kampfjet und sagte, er habe das Thema Triebwerk "absichtlich angesprochen", weil es einen internen Wettbewerb um die Nachfolge von Recep Tayyip Erdoğan gebe. Auf die Frage nach den Gesprächen antwortete er mit einem vulgären Ausdruck.
In Bezug auf die F-35 und die CAATSA-Sanktionen sagte Günay, dass Bedingungen festgelegt wurden, die die Türkei nicht erfüllen könne. Er erwähnte auch einen internen Streit zwischen Bilal Erdoğan, Hakan Fidan und Schwiegersohn Selçuk Bayraktar.
Das CAATSA-Gesetz, das 2017 verabschiedet wurde, verhängte Sanktionen gegen die Türkei für den Kauf des russischen S-400-Systems.