Türkei fordert Zusicherungen für Fracht nach Israel

Türkische Hafenbehörden haben inoffiziell damit begonnen, von Schifffahrtsagenten Zusicherungen bezüglich Fracht zu verlangen, die für Israel bestimmt ist. Laut Schifffahrtsquellen fordern die Behörden Schreiben, aus denen hervorgeht, dass die Schiffe nicht mit Israel in Verbindung stehen und keine militärische oder gefährliche Fracht befördern.
Die Quellen gaben an, dass das Hauptquartier der Küstenwache die Agenten mündlich aufgefordert hat, schriftliche Zusicherungen vorzulegen, ohne dass ein offizielles Rundschreiben herausgegeben wurde. Die Richtlinie scheint für alle Häfen in der Türkei zu gelten.
In der Garantieerklärung sollte angegeben werden, dass die Eigentümer und Manager des Schiffes keine Verbindung zu Israel haben und dass bestimmte Arten von Fracht, wie z. B. Sprengstoffe, radioaktive Materialien oder militärische Ausrüstung, nicht nach Israel transportiert werden.
Das Verkehrsministerium hat sich noch nicht zu der Angelegenheit geäußert. Es wird daran erinnert, dass die Türkei im vergangenen Jahr den Handel mit Israel im Wert von 7 Milliarden US-Dollar jährlich aufgrund des Krieges in Gaza ausgesetzt hat.
Quelle: ΑΠΕ-ΜΠΕ-Reuters