Trump und Iran: Europa ist der Schlüssel zur US-Strategie

Der Krieg im Iran hat Donald Trump Berichten zufolge die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Europa vor Augen geführt, trotz seiner früheren Kritik.
Laut Bloomberg brauchen die USA Europa für seine Militärstützpunkte, seinen Luftraum und seine geografische Lage. Der Erfolg der Militäroperation im Iran hängt weitgehend von der europäischen Infrastruktur ab.
Trump begann den Krieg, ohne sich mit europäischen Verbündeten abzusprechen, was zu Reaktionen führte. Er verspottete Führer wie Kir Starmer und drohte Pedro Sánchez.
Europa ist zwar von der NATO abhängig, hat aber eine bedeutende Macht. Die USA brauchen Logistikzentren in Deutschland, Luftwaffenstützpunkte in Großbritannien und Marineeinrichtungen in Spanien.
Ian Lesser, ein Fellow des German Marshall Fund der USA, weist auf die Erosion des Vertrauens aufgrund mangelnder Solidarität seitens der USA hin.
Europa wird aufgrund des Angriffs auf den britischen Stützpunkt in Akrotiri, Zypern, in den Krieg hineingezogen. Europäische Länder beherbergen die wertvollsten US-Militärstützpunkte.
Die USA sind auf Europa angewiesen, wenn es um das Sammeln von Informationen, den Handel und die Koordinierung in Bezug auf die Ukraine geht.
Europäische Verbündete zögern, sich an dem Krieg zu beteiligen, da sie sich Sorgen um dessen Rechtmäßigkeit und Folgen machen.
Europa hat aus Trumps unberechenbarem Verhalten gelernt und steht seinen 'Charmeoffensiven' skeptisch gegenüber.
Ein Bruch zwischen Europa und Trump bleibt aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit und der Notwendigkeit der Verteidigung unwahrscheinlich.
Die Bereitschaft Europas, Trump zu unterstützen, nimmt jedoch aufgrund eskalierender Krisen und mangelndem Vertrauen ab.