Dreifache Herausforderung für Griechenland im östlichen Mittelmeer: AWZ, Hoheitsrechte und türkische Ansprüche

Athen steht im östlichen Mittelmeer vor einer dreifachen Herausforderung, da das türkisch-libysche Memorandum weiterhin in Kraft ist und die Türkei die griechischen Hoheitsrechte in Frage stellt. Die Veröffentlichung des Raumordnungsplans für die Meeresgebiete hat das schwebende Problem mit Ägypten hinsichtlich der Abgrenzung der AWZ hervorgehoben.
Laut Liberal.gr handelt es sich bei einem Vorfall um das Forschungsschiff S/V «FUGRO GAUSS», das Vermessungen für das Projekt East to Med Data Corridor (EMC) durchführt. Die Türkei erließ eine Gegen-NAVTEX und drohte, die Arbeiten zu verhindern, und forderte die Koordinierung mit den türkischen Behörden.
Der Sprecher des türkischen Verteidigungsministeriums erklärte, dass alle Aktivitäten auf dem türkischen Festlandsockel im Voraus mit der Türkei koordiniert werden müssen. Ankara verwies auf die Unterbrechung der Arbeiten des Schiffes Ievoli Relume im Jahr 2024 als "Modell".
Das Schiff S/V «FUGRO GAUSS» unterbrach seine Forschung und steuerte nach türkischen Drohungen Malta an. Athen hat die Fortsetzung der Forschung in einem Gebiet griechischer Gerichtsbarkeit genehmigt.
Ein zusätzliches Problem ist die Reaktion Ägyptens auf den griechischen Raumordnungsplan für die Meeresgebiete, die Hindernisse für den Abschluss des teilweisen AWZ-Abgrenzungsabkommens zwischen den beiden Ländern schafft.
Athen hat die Regierung von Tripolis über seine Bereitschaft informiert, Verhandlungen über die Abgrenzung des Festlandsockels/der AWZ unter der Leitung von Alexandra Papadopoulou aufzunehmen.