Tzimitras: Bedeutung des Prespa-Abkommens heute wichtiger denn je

Professor Haris Tzimitras betonte die immense Bedeutung des Prespa-Abkommens, insbesondere angesichts der aktuellen internationalen Unsicherheit. In der Sendung „Oi Antikanonikoi“ kritisierte Tzimitras, Professor für Internationales Recht und Internationale Beziehungen, Direktor des Zypern-Zentrums des Osloer Friedensforschungsinstituts und Mitglied des Wissenschaftlichen Rates des Alexis-Tsipras-Instituts, die anfängliche Haltung der ND zu dem Abkommen.
Tzimitras betonte, dass das Prespa-Abkommen die wiederholte Anerkennung des Nachbarlandes als „Mazedonien“ gestoppt habe und es nun weltweit als „Nordmazedonien“ anerkannt werde. Er forderte die ND außerdem auf, ihre Maßnahmen innerhalb der EVP in Bezug auf Verstöße der Regierungspartei in Nordmazedonien gegen das Abkommen zu erläutern.
„Stellen Sie sich in dieser schwierigeren internationalen Sicherheitslage vor, in der nicht mehr so sicher ist, wer Freund und Verbündeter ist, wenn wir auch noch das mazedonische Problem über uns hätten“, bemerkte er und betonte den Druck, dem das Land ausgesetzt wäre, um das Problem zu lösen.
In Bezug auf die ukrainische Frage betonte Tzimitras die Notwendigkeit einer realistischen Politik, die auf Prinzipien basiert, und betonte, dass die ausschließliche Konzentration auf Verteidigungsausgaben den sozialen Zusammenhalt untergräbt und Ungleichheiten schafft.