US-Austritt: USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen zurück

Die Vereinigten Staaten haben sich nach eigenen Angaben aus 66 internationalen Organisationen zurückgezogen, von denen viele mit der UNO verbunden sind. Diese Entscheidung markiert eine bedeutende Wende in der US-Außenpolitik.
UN-Generalsekretär António Guterres bedauerte die Entscheidung der USA. Washington trägt traditionell die größten Beträge zum regulären Haushalt der UNO bei.
Seit dem Amtsantritt von Donald Trump haben die USA auch die Zusammenarbeit mit dem UN-Menschenrechtsrat abgebrochen, sich aus der UNESCO zurückgezogen, die Finanzierung des UNRWA eingefroren und Pläne zum Rückzug aus der Weltgesundheitsorganisation und dem Pariser Abkommen angekündigt.
Als Gründe für diese Maßnahmen nannte Washington, dass sich diese Organisationen auf Klima-, Geschlechter-, Gesundheits- und Arbeitsfragen konzentrieren, Bereiche, die Donald Trump als Teil der liberalen Agenda betrachtet. Das Weiße Haus gab bekannt, dass diese Organisationen "den nationalen Interessen der USA zuwiderlaufen".
US-Außenminister Marco Rubio sagte, diese Institutionen seien "doppelt gemoppelt, schlecht verwaltet, überflüssig, verschwenderisch, schlecht funktionierend, gefangen von Interessen, die ihre eigenen Agenden im Gegensatz zu unseren fördern, oder eine Bedrohung für unsere nationale Souveränität".
Experten argumentieren, dass der Rückzug der USA die Wirksamkeit dieser Organisationen untergraben, Washingtons Einfluss auf der internationalen Bühne verringern und Millionen von Menschen schaden könnte, die auf deren Unterstützung angewiesen sind.