Nordkorea: Raketenstart nach Maduros Verhaftung

Nordkorea hat mindestens zwei ballistische Raketen in das Ostmeer (Japanisches Meer) abgefeuert und damit seinen ersten Waffentest des Jahres durchgeführt. Diese Aktion folgt auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten durch die USA, ein Schritt, den Pjöngjang als abschreckende Botschaft an Washington wertet.
Das japanische Verteidigungsministerium bestätigte den Start, wobei die Raketen etwa 900 Kilometer zurücklegten, bevor sie ins Meer stürzten. Südkorea berief dringend seinen Nationalen Sicherheitsrat ein und verurteilte Nordkoreas Aktionen als Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.
Das US-Militär erklärte über INDOPACOM, dass der Test keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle, die Situation aber genau beobachtet werde. Analysten glauben, dass der Test den Druck widerspiegelt, den Pjöngjang aufgrund der Entwicklungen in Venezuela verspürt, da Nordkorea den USA vorwirft, eine Verschwörung zum Sturz seiner Regierung zu planen.
Shinjiro Koizumi, Japans Verteidigungsminister, erklärte, dass Nordkoreas Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen Frieden und Stabilität bedroht.
Diese Aktion erfolgt wenige Stunden vor dem geplanten Abflug des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung nach China, wo er sich mit Xi Jinping treffen wird.