Selenskyj: Neuer Friedensplan erfordert keine NATO-Absage

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass der neue Entwurf für einen Vorschlag zur Beendigung der russischen Invasion, der von Kiew und Washington ausgehandelt wurde, von der Ukraine nicht verlangt, ihre Mitgliedschaft in der NATO formell aufzugeben.
Laut Selenskyjs Aussagen liegt die Entscheidung über den Beitritt der Ukraine zur NATO bei den Mitgliedern des Bündnisses. Er erwähnte, dass man von vorgeschlagenen Änderungen der ukrainischen Verfassung abgerückt sei, die einen Beitritt zur NATO verbieten würden, und bezog sich dabei auf einen früheren Plan, der eine rechtliche Verpflichtung Kiews vorsah, dem Block nicht beizutreten.
Der neue Plan sieht ein Einfrieren der Frontlinie und den Rückzug der Ukrainer sowie die Schaffung entmilitarisierter Zonen vor. Selenskyj erklärte, dass der 20-Punkte-Plan von Moskau geprüft werde.
In den Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson wird die Linie des Truppeneinsatzes de facto als Kontaktlinie anerkannt. Es wird eine Arbeitsgruppe einberufen, um die Verlegung von Truppen und die Parameter potenzieller zukünftiger Sonderwirtschaftszonen festzulegen.
Selenskyj teilte Einzelheiten des Plans in einer Pressekonferenz in Kiew mit und erklärte, dass die Amerikaner versuchen, einen alternativen Weg zu finden, wie z. B. eine entmilitarisierte oder freie Wirtschaftszone. Die Ukraine schlug außerdem vor, dass Enerhodar zu einer entmilitarisierten Zone werden sollte.
Jeder Truppenabzugsplan müsste in der Ukraine einem Referendum unterzogen werden. Der Plan sieht auch eine gemeinsame Verwaltung des Werks Saporischschja durch die USA, die Ukraine und Russland ohne russische Aufsicht vor. Präsidentschaftswahlen werden nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung stattfinden.
Quelle: CNA - Agence France-Presse