Aoun fordert direkte Verhandlungen zwischen Libanon und Israel

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat zu direkten Verhandlungen mit Israel unter internationaler Schirmherrschaft aufgerufen, was eine Verschiebung der offiziellen Position des Libanon darstellt.
Aouns Initiative umfasst einen vollständigen Waffenstillstand, die Unterstützung der libanesischen Streitkräfte und den Beginn von Verhandlungen zur Umsetzung dieser Punkte. Der Vorschlag kommt inmitten zunehmender Spannungen und Kritik an der Hisbollah.
In einem virtuellen Treffen bezeichnete Aoun die Hisbollah als eine „bewaffnete Gruppe, die außerhalb der staatlichen Autorität agiert“ und betonte die Auswirkungen des Konflikts auf das libanesische Volk, wobei über 600.000 Menschen vertrieben und Hunderte getötet wurden.
Aoun kritisierte den Raketenbeschuss Israels aus dem Libanon am 2. März und bezeichnete ihn als eine „Falle“, die zu einer Eskalation und möglicherweise zur Verwandlung des Libanon in einen „zweiten Gazastreifen“ führen könnte.
Die libanesische Regierung hat beschlossen, jegliche militärische Aktivität der Hisbollah zu verbieten. Aouns Initiative hat noch keine Antwort von Israel erhalten.