Westjordanland: Zunahme der Siedlergewalt inmitten eines stillen Krieges

Seit dem 7. Oktober 2023, mit dem andauernden Krieg zwischen Israel und der Hamas, hat sich die Gewalt zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern im Westjordanland verschärft. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge gab es etwa 2.000 Angriffe von Siedlern auf Palästinenser.
Die Angriffe umfassen die Belästigung von Landwirten und Vandalismus. Über 1.500 Palästinenser wurden vertrieben, und die bewaffnete Gewalt nimmt zu. Seit Oktober 2023 wurden mehr als 1.000 Palästinenser getötet.
Arie Perliger argumentiert, dass die Gewalt durch ideologischen Eifer und politischen Opportunismus von rechtsextremen Israelis angeheizt wird.
Israel besetzt das Westjordanland seit 1967. Jüdische Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal, werden aber weiter ausgebaut.
Religiöse Zionisten betrachten die Gründung Israels als göttliche Erlösung. Extremistische Siedlergruppen streben die jüdische Kontrolle an, indem sie schwierige Bedingungen für die Palästinenser schaffen.
Der Hamas-Angriff vom 7. Oktober bestärkte die Überzeugung, dass ein palästinensischer Staat eine existenzielle Bedrohung darstellen würde. Siedlergewalt stößt auf weniger Kritik, und die Regierung schränkt sie nicht ein. Das Militär verlässt sich auf Siedlermilizen.
Nur 3 % der Siedlerangriffe führen zu Verurteilungen.
Die Gewalt ist Teil einer Strategie zur Konsolidierung der jüdischen Kontrolle. Finanzminister Bezalel Smotrich genehmigte 22 neue Siedlungen.