Gaza: 10-jähriger Amir bedankte sich vor seinem Tod für Mehl
Die Geschichte des 10-jährigen Amir aus Gaza, der durch israelisches Feuer getötet wurde, nachdem er sich für die Verteilung von Mehl bedankt hatte, hat die Weltgemeinschaft schockiert. Amir soll 12 Kilometer gelaufen sein, um einen GHF-Hilfsverteilungspunkt zu erreichen.
Der pensionierte US-Armeesoldat Anthony Aguilar, der als Sicherheitskraft bei GHF arbeitete, beschrieb seine Begegnung mit Amir. Er gab an, dass Amir ihn küsste und sich auf Englisch für das erhaltene Essen bedankte.
Laut Aguilar wurde Amir zusammen mit anderen Zivilisten sofort von der israelischen Armee beschossen. Amirs Familie sucht seit Monaten nach seiner Leiche. Sein Cousin, Kusai al-Jarabea, erklärte, dass die Familie die Hoffnung hegte, dass Amir noch am Leben sei, obwohl er seit mehr als zwei Monaten abwesend war.
Amirs Stiefmutter, Siham al-Jarabea, hat sich mit Kliniken und Krankenhäusern in Verbindung gesetzt, um ein Zeichen von ihm zu finden. Die Addameer Foundation, eine palästinensische NGO, berichtete, dass mindestens 54 Palästinenser vermisst werden, nachdem sie von GHF betriebene Hilfezentren besucht hatten. Die Vereinten Nationen berichten, dass mehr als 1.000 Palästinenser getötet wurden, als sie versuchten, in Gaza an Nahrungsmittel zu gelangen.