Israel: Rechtsextremer Minister betet auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee und löst Verurteilung aus

Der rechtsextreme israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hat mit einem Gebet auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem für Kontroversen gesorgt. Der Schritt erfolgt inmitten zunehmender Spannungen in der Region und wurde von Palästinensern und Jordanien verurteilt.
Ben-Gvir betrat zusammen mit etwa 1.200 Israelis am Tisha B’av den Moscheekomplex. Nach Angaben des jordanischen Waqf beteten, schrien und tanzten die Besucher. Ben-Gvir selbst erklärte, er habe für Israels Sieg über die Hamas und die Rückkehr der Geiseln gebetet.
Diese Aktion widerspricht dem Status quo, wonach Juden die Stätte besuchen dürfen, dort aber nicht beten dürfen. Premierminister Netanjahu erklärte, dass sich an Israels Politik, den Status quo auf dem Gelände aufrechtzuerhalten, nichts geändert habe.
Der Besuch wurde vom Sprecher des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas verurteilt, der ihn als Verletzung „aller roten Linien“ bezeichnete. Auch Jordanien und Saudi-Arabien verurteilten den Schritt.