Russische Militäraufstockung in Syrien: Ausweitung der Präsenz in Qamischli

Nach dem Fall von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 unterhält Russland eine Militärpräsenz in Syrien und baut seine Präsenz am Flughafen Qamischli im Nordosten Syriens aus. Laut Syria TV hat das russische Militär Maßnahmen ergriffen, um seine Präsenz zu verstärken, Einrichtungen auszubauen, den Perimeter zu befestigen und die russische Flagge zu hissen.
Russische Transportflugzeuge transportieren regelmäßig Truppen und Ausrüstung zwischen Qamischli und dem Luftwaffenstützpunkt Khmeimim in Latakia. Darüber hinaus wurden Ka-52-Kampfhubschrauber stationiert und Luftverteidigungssysteme vom Typ Pantsir-S1 sowie Einheiten für elektronische Kriegsführung eingesetzt.
Anton Mardasov, ein Mitarbeiter des Middle East Institute, stellte fest, dass Russland seine Präsenz in Qamischli trotz des Zusammenbruchs des Assad-Regimes aufrechterhält. Kyle Orton, ein unabhängiger Analyst, glaubt, dass die Verstärkung der Präsenz in Qamischli eine Maßnahme zum Schutz der Streitkräfte ist.
Russland ist bestrebt, eine Vermittlerrolle zwischen den Syrian Democratic Forces (SDF) und der Regierung in Damaskus zu spielen und gleichzeitig Kontakte zu allen Parteien in Syrien zu pflegen. Der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani soll die russische Militärpolizei aufgefordert haben, im Süden Syriens eingesetzt zu werden, um mit Israel zu vermitteln.
Russland scheint entschieden zu haben, dass die Zusammenarbeit mit Damaskus die beste Option ist, um seine militärische Präsenz in Syrien aufrechtzuerhalten, angesichts der ungewissen Zukunft der SDF nach dem Abzug der USA.