Syrien: Armee warnt vor neuen Angriffen gegen Kurden in Aleppo

Die syrische Armee hat die Einwohner von Aleppo vor bevorstehenden Angriffen auf kurdische Stellungen in Deir Hafer, östlich der Stadt, gewarnt. Dies geschieht eine Woche nach den tödlichen Zusammenstößen in der Region.
Die Armee behauptet, das Gebiet werde als Basis für terroristische Operationen in Aleppo und Umgebung genutzt. Unterdessen erließ der syrische Präsident Ahmad al-Sara ein Dekret, das den syrischen Kurden Rechte einräumt und Kurdisch als Amtssprache anerkennt.
Das Dekret erkennt Kurdisch als 'Nationalsprache' an, legt Nowruz (kurdisches Neujahrsfest) als offiziellen Feiertag fest und gewährt Kurden und ihren Nachkommen, denen diese nach der umstrittenen Volkszählung von 1962 entzogen wurde, die Staatsbürgerschaft.
Die kurdische Minderheit, die jahrzehntelang marginalisiert wurde, nutzte den Bürgerkrieg, um große Gebiete im Norden und Nordosten Syriens zu erobern. Im März 2025 unterzeichnete die Regierung von Damaskus ein Abkommen mit den Kurden, um ihre Institutionen in den syrischen Staat zu integrieren, doch die Gespräche über die Umsetzung sind ins Stocken geraten.
Quelle: APE