Florida: 'Crocodile Alcatraz' Einwanderer-Haftzentrum in den Everglades

Ein neues Einwanderer-Haftzentrum, das als 'Crocodile Alcatraz' bezeichnet wird, soll Anfang Juli in den Florida Everglades eröffnet werden. Der Bau hat Bedenken hinsichtlich der Rechte von Einwanderern geweckt und Reaktionen von Umweltorganisationen ausgelöst.
Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, bezeichnete das Zentrum als 'Crocodile Alcatraz' und betonte, dass seine Lage in den Sümpfen der Everglades mit Wildtieren wie Krokodilen und Pythons eine 'natürliche Befestigung' darstellt. Das Zentrum befindet sich auf einem verlassenen Flugplatz mit einer Fläche von 101 Quadratkilometern und einer Start- und Landebahn von 3.353 Metern.
Heimatschutzministerin Kristi Noem bezeichnete den Plan als 'kostengünstig und innovativ'. Laut Uthmeier hat die Bundesregierung die Schaffung von 5.000 zusätzlichen Betten in der Haftanstalt genehmigt, die teilweise aus dem Housing and Services Program der FEMA finanziert werden.
Aktivisten für Einwandererrechte und Umweltorganisationen haben starke Reaktionen gezeigt. Mark Fleming vom National Justice Center for Immigrants erklärte, dass ein 'unabhängiges Haftzentrum' ohne Rechenschaftspflicht geschaffen werde, und äußerte Bedenken hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit der Häftlinge. Die Friends of the Everglades protestierten gegen den Bau in einem sensiblen Ökosystem.
Der Bau des Zentrums erfolgt zu einer Zeit, in der das Weiße Haus auf Massenabschiebungen drängt und mit Kapazitätsproblemen in Einwanderer-Haftzentren konfrontiert ist. Donald Trump hatte die Wiedereröffnung von Alcatraz angeordnet.