USA: Neues Migranten-Haftzentrum in Florida geplant

Der Bundesstaat Florida hat mit dem Bau eines neuen Migranten-Haftzentrums begonnen, das als „Alligator Alcatraz“ bezeichnet wird, in den Everglades-Feuchtgebieten. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen der Anti-Einwanderungspolitik der Trump-Regierung.
Das Zentrum befindet sich auf einem verlassenen Flugplatz im Everglades-Nationalpark und wird mindestens 1.000 Migranten aufnehmen können. Generalstaatsanwalt James Atmeier erklärte, dass das 77.000 Hektar große Gebiet eine kostengünstige Lösung für den Bau des Haftzentrums darstellt.
Alex Howard, ein ehemaliger DHS-Beamter, kommentierte, dass die Umwandlung der Everglades in ein Migranten-Haftzentrum eine „groteske Mischung aus Unmenschlichkeit und politischem Theater“ sei. Die Organisation Friends of the Everglades äußerte Bedenken hinsichtlich des Risikos für das Ökosystem.
Der Betrieb des Zentrums wird voraussichtlich rund 450 Millionen US-Dollar pro Jahr kosten.