Minneapolis: ICE-Agenten wegen Falschaussagen suspendiert

Zwei Agenten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) wurden suspendiert, weil sie im Zusammenhang mit der Schießerei auf einen venezolanischen Migranten in Minneapolis im Januar Falschaussagen gemacht haben, so der amtierende Direktor Todd Lyons.
Der Vorfall ereignete sich am 14. Januar, als ein nicht dokumentierter Migrant aus Venezuela während einer Verkehrskontrolle zu fliehen versuchte. Er wurde durch die Kugel eines ICE-Agenten verwundet und festgenommen. Auch gegen einen Landsmann, der ihm helfen wollte, wurde Anklage erhoben.
Die Staatsanwaltschaft gab die Einstellung der Strafverfolgung bekannt, da "neue Beweismittel den Anklagen widersprechen". Ein Video enthüllte, dass die Agenten "in ihren Aussagen Falschaussagen gemacht zu haben scheinen", so Lyons.
Die Agenten wurden bis zum Abschluss einer internen Untersuchung suspendiert. Das Ministerium für Innere Sicherheit hatte erklärt, der Agent habe "in Notwehr" geschossen, als er mit einer Schaufel und einem Besenstiel angegriffen wurde.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Oktober in Chicago, wo die Anklage gegen eine Frau fallen gelassen wurde, die angeblich eine Grenzpatrouille angegriffen hatte, nachdem ein Video enthüllte, dass die Polizei in ihr Auto gefahren war.
Minneapolis ist zu einer der Städte geworden, die von Massenverhaftungsaktionen gegen nicht dokumentierte Einwanderer durch die Regierung von Donald Trump ins Visier genommen werden.
Quelle: ΑΠΕ-ΜΠΕ