Minnesota: Trump droht mit dem Insurrection Act

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat gedroht, in Minnesota den Insurrection Act anzuwenden, da es Proteste gegen die Bundesbehörden für Einwanderung (ICE) gibt. In einem Beitrag auf Truth Social bezeichnete Trump die Beamten von Minnesota als "korrupt" und die Demonstranten als "professionelle Agitatoren".
Die Proteste begannen am 7. Januar nach der tödlichen Erschießung von Rene Guun durch einen ICE-Beamten. Das Ministerium für Innere Sicherheit hat zusätzliche Bundesbeamte in den Bundesstaat entsandt. Ein Vorfall am 10. Januar, bei dem ein Bundesbeamter einem Demonstranten ins Bein schoss, verschärfte die Spannungen.
Der Insurrection Act erlaubt es dem Präsidenten, das US-Militär auf amerikanischem Boden einzusetzen, um einen Aufstand zu unterdrücken, selbst ohne die Zustimmung des Staates. Rechtsexperten stellen die Rechtmäßigkeit eines solchen Schrittes unter den gegenwärtigen Umständen in Frage. Das Gesetz wurde zuletzt 1992 nach den Unruhen in Los Angeles angewendet.
Minnesota befindet sich bereits in einem Rechtsstreit mit der Bundesregierung bezüglich der Aktionen von ICE im Gebiet der Twin Cities.